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Zeitlos aktuell: traditionelles Holzspielzeug auf dem Weihnachtsmarkt

Zum Advent gehören bunte Lichter in der Dunkelheit, der Duft von weihnachtlichem Gebäck, gelegentlich ein dampfender Glühwein in der Kälte und natürlich eine Rückbesinnung auf die Traditionen, die die Kindheit im Rückblick zu einem magischen Ort machen. All das ist auf einem der zahlreichen Weihnachtsmärkte zu finden, die sich auch in der heutigen hektischen Zeit noch großer Beliebtheit erfreuen. Neben winterlichen Leckereien werden dort auch meist kunsthandwerkliche Erzeugnisse angeboten, die in keinem herkömmlichen Geschäft gekauft werden können.Besonders beliebt unter dem Weihnachtsbaum ist Holzspielzeug und verschiedene jahreszeitliche Dekorationsgegenstände, die bis heute in liebevoller Handarbeit hergestellt werden.

Zeitlose Handwerkskunst

Ursprünglich wurde die Herstellung der kleinen und größeren Kunstwerke, die heute auf Weihnachtsmärkten angeboten werden, aus der Not geboren. Mit dem Schnitzen von Räuchermännchen, Nussknackern, Krippenfiguren und Schwibbögen begannen vor einigen Jahrhunderten, die Bauern und Bergleute in den waldreichen Mittelgebirgen, sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein kleines Zubrot zu verdienen. Daraus entwickelte sich ein blühendes Kunsthandwerk, das bis heute insbesondere das Erzgebirge, aber auch Teile des Schwarzwalds prägt. Das Angebot an weihnachtlichen Dekorationsgegenstände nach traditionellen Motiven wurde schließlich ergänzt um Spielwaren, die sich direkt an Kinder richten. Mit Holzeisenbahnen, Bauernhoftieren und Puppenstuben, die wirklichkeitsgetreu eingerichtet waren, spielten bereits die Großeltern der heutigen Weihnachtsmarktbesucher gerne. Die Spielsachen, die auch Kindern, die mit Kunststoff und Computer aufwachsen, noch ein Funkeln in die Augen zaubern können, unterscheiden sich davon höchstens in den modernen Motiven, die gelegentlich aufgegriffen werden.

Kreativität in Holz

Bei vielen Herstellern von Holzspielzeug, das auf Weihnachtsmärkten angeboten wird, handelt es sich um Einzelpersonen, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben oder es als zweites Standbein nutzen. Sie erstellen oft die Vorlagen selbst, nach denen dann die Werkstücke entstehen. Gelegentlich kommen dabei zwar auch moderne Maschinen zum Einsatz, aber der größte Teil der Holzspielwaren entsteht noch immer in reiner Handarbeit. Die einzelnen Bauteile werden ausgesägt, geschliffen, eventuell bemalt und lackiert und schließlich zusammengesetzt. Besonders filigran ist die Arbeit an Schwibbögen, Fensterbildern und Weihnachtspyramiden, bei denen kleinste Details liebevoll mit der Dekupiersäge ausgesägt werden. Diese Mühe lohnt sich aber, denn die so hergestellten Holzwaren sind nicht nur höchst individuelle, sondern bleiben auch lange ansehnlich.

Wer auf Weihnachtsmärkten nach traditionellem Holzspielzeug sucht, wird selbstverständlich auch im Raum Stuttgart fündig. Neben dem großen Weihnachtsmarkt in Stuttgart selbst bietet sich vor allem der Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt für einen vorweihnachtlichen Bummeln an. Auch auf dem Esslinger Weihnachtsmarkt, der mit einem Mittelaltermarkt kombiniert wird, sind unzählige einzigartige kunsthandwerkliche Produkte zu finden.


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